Wissenschaft

Asteroid auf Einschlagskurs: Sofortmaßnahmen der NASA

Eigentlich geschieht es nur alle paar Millionen Jahre einmal: Ein Riesenasteroid der Kurs auf die Erde nimmt, einschlägt und in der Lage ist, die gesamte Menschheit auslöschen. Dieser Bedrohung aus dem All hatten wir lange nichts entgegenzusetzen.

Die NASA hat in Zusammenarbeit mit der FEMA (Federal Emergency Management Agency; US Katastrophenschutzbehörde) verschiedene Pläne entwickelt, wie sie den Super Gau für die Menschheit verhindern können. Im Video werden Sofortmaßnahmen der NASA gezeigt, die einen Kette von Abwehrmaßnahmen auslösen, sofern ein bedrohlich großes Objekt sich auf Einschlagskurs mit der Erde befindet.

Auch die Russen haben für Einschlagszenarien eines Meteors oder Asteroiden Pläne entwickelt

Russland entwickelte unlängst Mechanismen zum Schutz der Erde vor dieser Bedrohung, so der Experte Anatoli Saizew.
Spezialisten des russischen Zivilschutzministeriums entwickelten eine Simulationsanlage für Katastrophenszenarien nach Astroiden- bzw. Kometeneinschlägen, wie es in einem Bericht des russischen Zivilschutzministerium heißt. Darüber hinaus wurden Szenarien für globale Katastrophen entworfen, darunter das Risiko eines Asteroidenaufpralls und methodische Empfehlungen bei der Einschätzung der Maßnahmen zum Schutz der Erdbevölkerung.

Dies sei sehr nützlich bei der Begrenzung des Schadens nach einem Asteroideneinschlag, erklärte Anatoli Saizew, Generaldirektor des „Zentrums für planetaren Schutz“.

Die Simulationsanlage wurde in Kooperation mit unterschiedlichen russischen Organisationen im Auftrag des russischen Zivilschutzministeriums entwickelt. Das ist ein leistungsstarker Software/Hardware-Komplex, so Saizew. Wenn Astronomen uns Informationen über die Entdeckung eines bedrohlichen Asteroiden übermitteln, können wir mithilfe dieses Komplexes seine Flugbahn modellieren und die Eintrittsstelle in die Erdatmosphäre sowie die Einschlagsstelle auf der Erde nachbilden. Anhand dieser Daten können wir die möglichen Folgen einer Katastrophe berechnen. Damit könnten die Schäden minimiert, Maßnahmen zur Evakuierung der Bevölkerung getroffen, gefährliche Produktionsstätten ‚gesichert‘ werden“, sagte Saizew dem Radiosender Sputnik.

„Es muss noch ein System entwickelt werden, mit dem man bedrohliche Weltraumobjekte garantiert entdecken kann. Dazu müssen Beobachtungsapparate in den Weltraum geschickt werden. Wir haben bereits notwendige Entwicklungen. Das alles ist möglich und nicht sehr teuer. Damit könnten solche Objekte garantiert entdeckt werden. Dafür sind jedoch entsprechende Beschlüsse auf internationaler Ebene notwendig. Obwohl Russland im Prinzip bereit ist, dies auch selbstständig zu tun“, so der Experte.

Gaby Kraal für den Schlüsselkindblog

Quellen: NASA, FEMA, Sputniknews

Advertisements

2 replies »

  1. Die NASA und andere Agenturen können gerade mal 10% der NEA (Near Earth Objects) überwachen. Manche haben eine derart geringe Albedo, daß sie optisch gar nicht sichtbar sind und mit elektronischen Mitteln nur durch Zufall aufgespürt werden.

    Schön, daß die Weltraumagenturen Simulationen fahren können – aber das ist noch weit von echten Gegenmaßnahmen entfernt. Und ob diese projektierten Gegenmaßnahmen tatsächlich wirksam sein können, hängt wiederum von vielen Faktoren ab.

    Wird ein größerer Asteroid zu spät entdeckt, dann wird uns der trotz Simulationen und Gegenmaßnahmen treffen.

    Trifft ein kleiner Brocken mit 2 km Durchmesser auf Paris, dann holt man sich in Stuttgart noch Verbrennungen 1. Grades und in München fallen einem noch die Ohren durch die Druck-/Schallwelle ab. Ein 100 km Asteroid ist ein globaler Killer, aber schon ein 12 km dicker Brocken würde uns eine neue Eiszeit bescheren.

    Google Impact Simulator
    http://www.killerasteroids.org

    Gefällt 2 Personen

    • Es muss in den nächsten 10000 Jahren nichts zu befürchten sein, aber es kann dennoch schon Morgen unser aller Schicksal sein und ein nicht rechtzeitig entdeckter Gesteinsbrocken mit nur wenigen km Durchmesser macht alles zum Garaus. –
      Das ist keine Wahrscheinlichkeitsrechnung ob, wann, oder wie etwas Zerstörerisches in dieser Größenordnung geschehen kann. Es ist so wahrscheinlich wie eine 6er im Lotto worüber alleine in unserem kleinen Land, sich jede Woche, regelmäßig (!) ein Gewinner freuen kann.

      Gefällt 1 Person

BITTE HIER KOMMENTAR SCHREIBEN

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s