Gesellschaft

8 Wochen nach Tod Ulfkottes auch der KOPP-VERLAG am ENDE ?

Der Kopp-Verlag hat seine täglichen Online-Nachrichten eingestellt. Im Netz kursieren Gerüchte über mögliche Hintergründe, angeblich habe ein Gütersloher Verlagshaus den Verlag “gepampert” oder er sei eingeschüchtert worden. Die Wahrheit ist viel banaler, so sieht es zumindest Wolfgang van de Rydt von der „Opposition24“

Ein Leser des Gelben Forums beließ es nicht bei Spekulationen, sondern fragte selber nach und bekam folgende Antwort.

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihr Interesse an Kopp Online.

Den redaktionellen Teil von Kopp Online und die Weltnachrichten mussten wir einstellen. Obwohl das Interesse an Kopp Online überwältigend groß war (in der Spitze weit über 600.000 Besucher pro Tag) hat uns leider die Unterstützung unserer Leser gefehlt. Trotz zahlreicher Aufrufe haben wir in den vergangenen 12 Monaten nur 6.000 EUR an Spenden erhalten. Das reicht nicht einmal um die Seite eine Woche lang in der gewohnten Qualität zu betreiben.

Auch die Unterstützung durch Buchkäufe ging, trotz zunehmender Leserzahl, immer weiter zurück:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/michael-morris/wer-soll-das-bezahlen-lass-deinen-worten-taten-folgen-.html

Ganz offensichtlich hat der weitaus größte Teil unserer Leser lieber einem amerikanischen Großkonzern seine Unterstützung durch Buchkäufe zukommen lassen.

Da auch der Kopp Verlag, seine Mitarbeiter und Autoren ihre Arbeit auf Dauer nicht verschenken können, wurde dieser Schritt leider unausweichlich.

Mit der Bitte um Ihr Verständnis und mit besten Grüßen aus Rottenburg

Wir können bestätigen, wie gut die Seite info.kopp-verlag.de besucht wurde. Jeder dort verlinkte Artikel brachte manchmal mehrere Zehntausend zusätzliche Leser. Der Wermutstropfen dabei war immer schon, dass auch auf die Massenmedien verlinkt wurde, weil alle alternativen Medien zusammen einfach nicht in der Lage sind, das tägliche Informationsbedürfnis der Leser abzubilden. Ein ähnlicher Nachrichtenticker für alternative Medien, der Net-News-Express, ist mittlerweile vollkommen nach Links abgedriftet, dort werden Artikel aus linksextremen Medien verbreitet. Früher wurde der Dienst noch von Dirk Müller (cashkurs) durch Verbreitung des Nachrichtenfeeds unterstützt. In geschlossenen Foren gab es eine Hetzkampagne sogenannter “Aufklärer” der Net-News-Nutzer gegen mich persönlich und andere Plattformen. O24 hat allerdings mehr Leser und ist auf solche Aggregatoren nicht angewiesen. Die einzig nennenswerte Community-Seite, die übrig geblieben ist, ist hartgeld.com.

Die Lage der alternativen Medien in Deutschland ist beschämend. Während die “Großen” gemeinsame Ressourcen und Agenturen wie dpa u.ä. nutzen, gibt es abseits des Mainstreams keine Konkurrenz, die in der Lage ist, ideologische Gräben und persönliche Animositäten zu überwinden und zumindest eine Print- oder Online-Plattform herauszugeben, die täglich umfassend informiert. Darüber hinaus scheitern solche Vorhaben am notwendigen Kleingeld.

Eine kleine Rechnung: Damit zum Beispiel Opposition 24 halbwegs seriös und umfassend berichten kann, wie ein vergleichbares Massenportal, sind mindestens mehrere Zehntausend Euro im Monat an Budget erforderlich, um Gastautoren angemessen zu entlohnen, für den Zukauf von Agenturmaterial und Bildrechten und um fest angestellte Mitarbeiter zu bezahlen. Die immer mal wieder von Lesern angebrachte Kritik der Einseitigkeit ist letztlich eine wirtschaftliche Angelegenheit.

Nur ein paar Medienmacher haben sich etablieren können. Einmal im Monat gibt es das Compact-Magazin und neuerdings “Tichys Einblick” oder “Einknick” und einmal die Woche kann man “Junge Freiheit” lesen. Das ist mager und eindeutig zuwenig. Dazu kommen noch die oft anonym betriebenen und von Zensur bedrohten Youtube-Kanäle und verschiedene esoterisch angereicherte Medien, die sich mit ihrem Themen-Mix vollkommen unglaubwürdig machen und durchaus interessierte Leser abschrecken, die dann wieder zurück zu den vermeintlich seriöseren Massenmedien kehren. So wird das nichts mit der Freiheit in der Medien- und Meinungsdiktatur von heute.

Opposition24

So einfach ist das ? Kopp fehlt es ganz plötzlich wie bei allen  „Alternativen“ einfach nur an Kohle?

„Für die große Zahl seiner Leser im In- und Ausland, für seine Freunde und Kollegen ist es nahezu unvorstellbar: Udo Ulfkottes Stimme ist für immer verstummt. Wenige Tage vor seinem 57. Geburtstag erlag der engagierte Journalist und Autor am 13. Januar 2017 einem Herzversagen. Die Menschen, die ihn kannten und schätzten, traf diese Nachricht wie ein Schock. Mit seinem plötzlichen Tod verlieren alle, die eine Alternative zum politischen und publizistischen Mainstream suchten, einen unerschrockenen, mutigen Protagonisten. Der Kopp Verlag verliert einen seiner erfolgreichsten Bestsellerautoren und ich persönlich einen guten Freund.“- Das schrieb Jochen Kopp, langjähriger Freund des Journalisten und zuletzt Publizisten am 14. Januar zum Tode Dr. Udo Ulfkottes.

Ja, die Antwort ist manchmal einfach nur simpel, manchesmal ist es aber nicht immer nur das schnöde Geld, das uns verzweifeln lässt. Der Verlust eines guten Freundes und Weggefährten kann im Extremfall auch die Mutigsten verstummen lassen. Eine Anfrage an den Journalisten Gerhard Wisnewski, Autor des Kopp Verlages, hat auf meine Vermutung hin, dass Jochen Kopp über den Verlust Ulfkottes nicht hinweg kommt, bis heute nicht geantwortet. Es wäre ein leichtes gewesen, als Insider, wie die Kopp Redaktion für den anonymen Leser im Gelben Forum zu antworten und auf eine nicht mehr gesicherte Finanzierung des Verlages zu verweisen.

Daran mag ich jefenfalls nicht glauben. Zu auffällig das plötzliche Verstummen des Kopp Verlages nach dem Tod Ulfkottes.

Nachruf_Udo

 

Gaby Kraal für den Schlüsselkindblog

 

 

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13 replies »

  1. In einem Artikel von correctiv (also dieses fragwürdige „Recherchenetzwerk“) vor nicht all zu langer Zeit, hatte man noch berichtet das der Kopp-Verlag Täglich ca. 15000 Bestellungen (Hauptsächlich Bücher) abwickele. Was meiner Meinung nach eine ordentliche Summe darstellt.

    Und nun diese Meldung ? Gut, das betreiben einer Website + der ganze andere Service der beim Kopp-Verlag noch mit dran hängt muss sicher auch erst mal bezahlt werden. Aber es gab diesen Verlag auch schon seid 1994 – da hat man denke ich einen gewissen Kundenstamm oder eine gewisse Tägliche Frequenz an Kunden … :-/ Merkwürdig …

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  2. In einem Artikel von correctiv (also dieses fragwürdige „Recherchenetzwerk“) vor nicht all zu langer Zeit, hatte man noch berichtet das der Kopp-Verlag Täglich ca. 15000 Bestellungen (Hauptsächlich Bücher) abwickele. Was meiner Meinung nach eine ordentliche Summe darstellt.

    Und nun diese Meldung ? Gut, das betreiben einer Website + der ganze andere Service der beim Kopp-Verlag noch mit dran hängt muss sicher auch erst mal bezahlt werden. Aber es gab diesen Verlag auch schon seid 1994 – da hat man denke ich einen gewissen Kundenstamm oder eine gewisse Tägliche Frequenz an Kunden … :-/ Merkwürdig …

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  3. Danke für deinen Hinweis. Den wahren Hintergrund dürfte man wohl nie erfahren. Allerdings sehe ich auch, das der Kopp-Verlag nicht ganz unrecht hat, wenn er antwortet, dass:

    „Ganzoffensichtlich hat der weitaus größte Teil unserer Leser lieber einem amerikanischen Großkonzern seine Unterstützung durch Buchkäufe zukommen lassen.“

    Da muss ich mir übrigens selbst an die eigene Nase fassen *schäm*.

    Hier noch ein paar Ergänzungen zu alternativen Medien wie „Compact“ oder „Tichys Einblicke“:
    „EpochTimes“, „MMnews“ etc. sind ja auch noch da. Allerdings sollte man eine kritische Distanz beim Lesen behalten, wie diese ja schon bei den Mainstream-Medien angebracht ist.

    Um Udo Ulfkotte tut es mir leid, ich widmete ihm damals noch einen kleinen Nachruf.

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  4. Keine vorherige Ankündigung, keine Erklärung ( ein 5-Minuten-Aufwand).
    Wenn es um Geld gehen würde, hätte der Verlag das vorher schon erwähnt oder zumindest hinterher erklärt.
    Waren wohl zu viele Besucher auf der Kopp-Seite, die eventuell die Wahrheit erkennen konnten. Nun gut, es werden andere kommen, die werden dann auch wieder abgeschaltet und dann werden wiederum andere kommen.
    Die Wahrheit läßt sich nicht ewig unterdrücken.

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  5. Der Werdegang des Koppverlags ist höchst wunderlich. Behält man jedoch im Hintergrund das Monate nach der Deaktivierung der Kommentarfunktion auch weiterhin kein Einlenken seitens der Redaktion zu vermerken war, so liegt der Verdacht nahe, dass jemand aus dem inneren Kreis möglicherweise unter Druck stand oder aber gekauft worden ist.
    Hackerangriffe oder nicht, ein Medium das seine Verbraucher, bzw Kunden ausschließt kann nur den einen Weg gehen.
    Es macht uns nicht stärker das wir in Zukunft auf Kopp verzichten müssen, doch es war abzusehen. Seien wir ehrlich.

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    • Das es beim Verlag bei der Deaktivierung der Kommentafunktion geblieben ist, lässt tatsächlich Raum für Spekulation. Vielleicht war es aber auch nur Feigheit vor den Lesern? So musste dann niemand Stellung beziehen. Ich bin aber auch felsenfest davon überzeugt das ab diesem Zeitpunkt, die Zugriffszahlen auf die Kopp-Seiten dramatisch einegbrochen sind. Die Leser wollen sich mitteilen und sie wollen nicht zensiert werden. Ich habe das gerade wieder bei Tichys Einblick erlebt. Heiko Maas als Linksfaschisten zu bezeichnen und das auch zu begründen reicht bei Tichys schon aus, dass der Kommentar in der Mülltonne landet. – Warum sollte ich dort noch lesen und kommentieren? Da macht die gleichgeschaltete Mainstream -und Lügenpresse in ihren Kommentarbereichen nicht viel anders.

      Wie dem auch sei, bei Kopp gibt es was die Inaktivität betrifftt, schon einige Ansatzpunkte. Ich empfinde es aber immer als unschön, wenn die eigenen Leser , die immer gerne ihre Seiten besucht haben, keinerlei Informationen erhalten, bzw. nur spekulieren dürfen.

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  6. Würde jeder, der regelmäßig alternative Medien konsumiert seiner Lieblingsseite monatlich so eine Art GEZ zukommen lassen, dann würde die Medienlandschaft ganz anders aussehen. Davon bin ich überzeugt!

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  7. Ich frage mich wie viel Verstand bei Menschen waltet, wenn man davon überhaupt reden kann, wenn bei jedem Furz der losgelassen wird und es deswegen stinkt bzw. schief läuft, die Amerikaner schuld sind? Eine andere Erklärung gibt es für Leute, denen der nötige Verstand fehlt, leider nicht, denn egal um welches Thema es geht, immer sind die Amerikaner schuld. Vielleicht sollten diese Gestörten einmal darüber nachdenken, daß es tatsächlich aber die Mullahs sind, die Deutschland längst besetzt haben und regieren, Das machen allein schon zig tausende Moscheen in diesem vom Islam versifften Deutschland und deren Stiefellecker deutlich sowie eine Justiz die nach Scharia Recht urteilt. Was hat das mit Amerika zu tun? Das diese Leuten, die so verhasst auf Amerika sind, nicht nur Blind und Taub sind, sondern ihnen jegliches Hirn fehlt, machen deren Aussagen mehr als deutlich. Vielleicht könnte man ja auch die Russen dafür verantwortlich machen? Denn nur LINKE haben eine solche Überzeugung.

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    • Was Hans anscheinend nicht versteht, warum alles verallgemeinert wird betr.Amerika.
      Es beruht sich auf die Tatsache, dass die USA zur Weltmacht wurde. Eine Macht darauf bedacht dieses nicht zu verlieren.
      Als Konsequenz geht die Welt durch eine Zeit grosser Turbulenz. Zerstörungen anderer Länder und deren Folgen sind Probleme die rechtlich auf Schultern der USA liegt. Äußerlich war es nicht immer so mit der USA. Jedoch für politisch interessierte erkannten viele diesen unabänderlichen Drang zur Weltmacht.
      Geschichte zeigt uns, das alle Mächte Feinde hatten und dementsprechend untergingen. Es ist der Lauf der Geschichte.

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