NeoFaschismus

​Ärztin verweigert Behandlung wegen AfD – Mitgliedschaft

Der Eid des Hippokrates muss von Ärzten nicht förmlich abgelegt werden, trotzdem ist er allen Medizinern bekannt und ihnen im Bewusstsein, er ist Teil ihrer Berufsethik. Ein Ausschnitt lautet:

„Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und willkürlichem Unrecht.“

Diese Ethik endet da, wo Hass und faschistoides Gedankengut das Denken von Ärzten bestimmen. Hilfe für Juden im Dritten Reich war den Juden nur durch ihre Brüder und Schwestern möglich, viele deutsche Ärzte lehnten mit Verweis auf die angebliche Minderwertigkeit eine Behandlung ab.

Dass es im Prinzip nichts anderes darstellt, wenn eine Ärztin mit Verweis auf eine AfD-Mitgliedschaft die Behandlung verweigert, wird ihr vermutlich nicht einmal bewusst sein. Sie gehört doch zu den Besseren, zu den Edlen und soll nun einen Minderwertigen behandeln. Völlig klar für die Frau, dass man das nicht verlangen kann, so wie man es früher von „Ariern“ nicht verlangen konnte, einen „Untermenschen“ zu behandeln.  Sie verweigerte also die Behandlung, denn es könne wegen der AfD-Mitgliedschaft “kein vertrauensvolles Verhältnis zwischen uns” zustande kommen, so ihre Begründung.

Kim Schumacher von der AfD Bad Harzburg hat diesen seinen persönlichen Fall in den Zusammenhang mit weiteren Diskriminierungen, Drohungen und Angriffen gestellt, die allesamt den Geist des Nationalsozialismus atmen und mit dem gleichen Zynismus gerechtfertigt werden, der auch damals ein Merkmal der Unmenschen war.

Gefunden bei Dr. Christina Baum 

Foto: Spiegel 

Die Redaktion 

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14 replies »

  1. Auszug aus der Präambel des Gelöbnisses der (Muster-)Berufsordnung der deutschen Ärzte:
    „Ich werde mit allen meinen Kräften die Ehre und die edle Überlieferung
    des ärztlichen Berufes aufrechterhalten und bei der Ausübung meiner
    ärztlichen Pflichten keinen Unterschied machen weder aufgrund einer
    etwaigen Behinderung noch nach Religion, Nationalität, Rasse noch
    nach Parteizugehörigkeit oder sozialer Stellung. “
    aus: http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/MBO/MBO_02.07.2015.pdf

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  2. „Hilfe für Juden im Dritten Reich war den Juden nur durch ihre Brüder und Schwestern möglich, “

    in jener Zeit waren in Berlin von 8 000 Ärzten 4 000 Juden.
    wobei hier nur die echten Glaubensjuden mosaischer Religiosität erfaßt sind

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    • Sie irren, wenn Sie annehmen, dass so ein Vorfall zum „Schließen der Praxis“ ausreiche.
      Handelt es sich um einen Kassenpatienten, droht der Ärztin allenfalls der Entzug der Kassenarztzulassung und ggf. eine Disziplinarmaßnahme der zuständigen Ärztekammer.
      Handelt es sich um einen Privatpatienten, ist nur die Ärztekammer zuständig.
      Würde es sich um einen angestellten Arzt handeln, ist der Dienstherr und ggf. die Ärztekammer zuständig.

      Gefällt 1 Person

  3. Tut mir leid, das kann ich nicht glauben.
    Das müsste dann ja sofort eine Anzeige zur Folge Anhaben.
    Und die Reaktion darauf, das währe dann interessant.

    Alles zu übernehmen nur weil es ein bestimmtes Klischee bedient, untergräbt die eigene Glaubwürdigkeit. Und das wiederum nutzt nur denen die man eigentlich anprangern will.

    glG Germania.

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