Wissenschaft

Wissenschaftler finden immer mehr Beweise, dass der Urknall doch nicht der Ursprung des Universums ist

Den Grundstein für die Annahme, das Universum sei aus dem Urknall heraus entstanden, legte bereits Albert Einstein mit seiner Relativitätstheorie: Diese besagt, dass das Universum im Stillstand gravitativ instabil ist — somit müssen sich Objekte im Weltall voneinander weg oder aufeinander zu bewegen.

Theorie vom Urknall bereits seit 1920ern bekannt

Das Universum weitet sich demnach zufolge immer weiter aus. Doch je weiter sich Dinge voneinander wegbewegen, desto näher müssen sie einmal aneinander gewesen sein. Und je weiter Galaxien von uns entfernt sind, desto weiter reichen sie zurück.

Unsere Zeit schreitet voran, da das Licht sich in Wellenlängen erstreckt. Das Universum kühlt umso mehr ab, je mehr es altert — im Umkehrschluss bedeutet das, dass es einmal so heiß war, dass sich nicht einmal neutrale Atome bilden konnten. Aus dieser Hitze und Dichte heraus soll der energiegeladene Urknall entstanden sein — an dieser Theorie halten wir bereits seit den 1920ern fest.

Einiges spricht gegen den Urknall als Ursprung des Universums

Wie das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ berichtet, gibt es allerdings drei wichtige Punkte, die der Theorie vom Urknall als Ursprung des Universums widersprechen. So gibt es keine unterschiedlichen Temperaturen, die sich in verschiedene Richtung ausweiten, keine messbare Krümmung sowie auch keine ultra-hohen Energie-Überreste von früheren Zeiten.

Um diesen Bedenken auf den Grund zu gehen, wagte der Physiker und Kosmologe Alan Guth Experimente und fand im Jahr 1979 schließlich einen Lösungsansatz: Wie er vermutet, soll das Universum nicht wie bisher angenommen heiß und dicht gewesen seinm stattdessen könnte es aus einem Status ohne Strahlung, Antimaterie, Neutrinos und jeglichen Partikeln hervorgegangen sein.

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Alle Energie soll durch das Universum an sich entstanden sein — eine Art Vakuum-Energie, die dafür sorgt, dass das Universum sich exponenziell ausweitet. Die Schwankungen führten außerdem dazu, dass Regionen mit mehr oder weniger Energie entstanden. Als diese Schwankungen aufhörten, soll es zu einem heißen und dichten Status gekommen sein — dem Urknall.

Wie das Universum entstanden ist, ist bis heute unklar

Mehrere Versuche, die seitdem durchgeführt wurden, bestätigten diese Theorie, wie „Forbes“ berichtet. Der Urknall passierte zwar, allerdings soll dieser nicht für die Entstehung des Universums verantwortlich sein. Die Energie soll vom Weltraum selbst kommen. Diese kosmische Inflation, wie der Zeitraum genannt wird, führte am Ende zum Urknall, aus dem womöglich Leben entstanden ist — die kosmische Inflation bestand jedoch schon lange Zeit zuvor. Was vor der Inflation passiert ist — oder ob diese womöglich noch immer anhält, ist allerdings bis heute Gegenstand zahlreicher Forschungen. (Jessica David für den Business Insider)

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3 replies »

    • @ Andreas
      Möglicherweise ist ja auch Friedrich Schiller der Vater der Urknall-Theorie, wo er doch schon in seiner „Ode an die Freude“ vom Götterfunken schrieb.

      Gefällt mir

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