Gesundheit

Malaria breitet sich aus: Bedrohung für Millionen Menschen

 

  • Malaria-Erreger, die von Steckmücken in der Mekong-Region übertragen werden, entwickeln Resistenzen gegen die zur Behandlung üblichen Medikamente.
  • Malaria tötet weltweit nach wie vor Hunderttausende jährlich und die Verbreitung eines jetzt resistenten Erregers wie diesem, könnte womöglich Millionen Menschen das Leben kosten.
  • Der resistente Malaria-Erreger ist in Südostasien weiter auf dem Vormarsch, bevor er sich wie andere Moskito-Arten die Krankheiten übertragen, auch auf andere Regionen der Welt verteilt

Ein mutierter Malaria-Erreger, der im Westen Kambodschas, im Nordosten Thailands und im Süden von Laos und Vietnam durch Moskitos übertragen wird, setzt sich in diesen Regionen gerade als Haupterreger der verheerenden Krankheit durch.

Dieser spezielle Erreger ist gegen zwei der effektivsten Medikamente resistent, die uns derzeit zur Behandlung von Malaria zur Verfügung stehen, berichtet Kevin Loria.

Das ist eine „unheilvolle Entwicklung“, die „eine der größten Bedrohungen für die Kontrolle und Ausrottung von Malaria“ bedeutet, 15267961_303schreibt eine Gruppe von Forschern aus Thailand, Vietnam und dem Vereinigten Königreich in einer Studie, die im Fachjournal „The Lancet“ veröffentlicht wurde.

Es ist ein ewiger Kampf: Wissenschaftler finden einen Wirkstoff, der einen Krankheitserreger abtöten kann. Jeder Erreger, der die Behandlung überlebt, gibt seine Resistenz weiter und macht das Medikament damit weniger wirksam. Neue Wirkstoffe werden entdeckt oder entwickelt und der Prozess wiederholt sich — es sei denn, der Erreger kann unter Kontrolle gebracht werden, indem andere Strategien angewandt werden (beispielsweise durch einen Wechsel von verschiedenen Wirkstoffen, damit sich keine überlegene Resistenz ausbilden kann) oder indem er vollständig abgetötet wird.

Ein anschauliches Beispiel für solche Fälle liefert der derzeitige Kampf gegen bakterielle Infektionen. Bakterien entwickeln schneller Resistenzen gegen Medikamente, als die Wissenschaft neue Antibiotika entwickeln kann. Es droht eine Zeit, in der — wie vor der Entdeckung von Antibiotika, ein kleiner Kratzer fatale Folgen haben kann (die Risiken bei Operationen wären in einem solchen Szenario katastrophal). Experten warnen vor dieser wachsenden Bedrohung, die bereits im Jahr 2050 zehn Millionen Menschen jährlich das Leben kosten könnte.

Genau das geschieht auch jetzt mit unseren Wirkstoffen gegen die Malaria-Erreger.

Von Südostasien nach Afrika

Auch wenn die Entwicklung von Resistenzen für die Evolution im Mikrokosmus seit Anbeginn zur Überlebensstrategie gehört und für Wissenschaftler nichts neues ist, so ist dieser spezielle Fall doch besonders beunruhigend. In der Vergangenheit hatten Stechmücken die Malaria übertragen, bereits effektive Resistenzen gegen Pestizide wie DDT und Chloroquin entwickelt, früher weit verbreitete Medikament gegen Malaria, die heute ihre Wirkung verloren haben.

malaria superbug
Die Karte zeigt die Ausbreitung des resistenten Erregers.The Lancet

Forscher kennen heute fünf verschiedene Erreger, die Malaria verursachen, von denen jeder eine eigene Form der Krankheit in sich trägt, mit unterschiedlichem Ausprägungsgrad und entsprechenden Komplikationen bei der Behandlung. Der Erreger, der in der Mekong-Region gerade eine Resistenz entwickelt, trägt den Namen Plasmodium falciparum. Er ist sowohl der am weitesten verbreitete, als auch der gefährlichste bekannte Erreger: Für 90 Prozent der mehr als 400.000 jährlichen Tode durch Malaria ist er verantwortlich.

Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet, infizieren sich jährlich immer noch weit über 200 Millionen Menschen mit Malaria. Sollte sich also ein Erreger verbreiten, den aktuelle zur Verfügung stehende Medikamente nicht bekämpfen können, wird das verheerende Folgen haben. Ca. 92 Prozent aller Todesfälle für die Malaria-Erreger verantwortlich sind kommen in Afrika, südlich der Sahara, vor. Die geografische Entfernung zwischen dort und Südostasien vermindert das Risiko nicht.

„Wir müssen den Erreger vernichten“

„Fast immer hat sich eine Medikament-Resistenz zuerst in Südostasien ausgebreitet und ist dann nach Afrika übergeschwappt“, erkärt Janice Culpepper vom Malaria-Programm der Bill & Melinda Gates Stiftung. Auch wenn resistente Erreger oftmals in dieser Region entstehen, können sie sich von dort aus leicht auf anderen Teilen der Welt verbreiten.

In der Mekong-Region hatten Mediziner bereits eine Kombination der beiden Wirkstoffe Artemisinin (das mit der Zeit immer weniger effektiv wurde) und Piperaquin eingesetzt, mit der Hoffnung, dass die Erreger keine Resistenz gegen beide Medikamente gleichzeitig entwickeln können.

In diesem Fall jedoch hat ein Stamm von Plasmodium falciparum, der schon gegen Artemisinin resistent war, zusätzlich eine Resistenz gegen Piperaquin entwickelt. „Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit — wir müssen den Erreger vernichten, bevor Malaria wieder zu einer unheilbaren Krankheit wird und zahlreiche Leben fordert“, sagte Arjen Dondorp, Leiter der Malariaforschung in Bangkok und einer der Autoren der Studie, im Gespräch mit der BBC.

Theoretisch könnte eine ganze Region von Malaria befreit werden. Einige Länder haben im Laufe der Zeit auch große Fortschritte erzielt. Jetzt allerdings, wird die Zeit angesichts eines sich bedrohlich und rasant verbreitenden resistenten Erregers, knapp.

Advertisements

8 replies »

  1. who in kombination mit der gates-stiftung?

    und du glaubst das noch?
    realistisch gesehen wäre das eine baustein gegen den hunger (?) in afrika und FÜR eine weiterentwicklung der menschen dort

    Gefällt mir

    • Die Mehrheit der Afrikaner hat sich seit tausenden von jahren nicht weiterentwickelt. Auch jahrzehntelange Entwicklungshilfe hat daran nichts, nachhaltig ändern können, außer das verlogene Gefühl der Gutmenschen zu heben. Woran glaubst du?

      Gefällt 1 Person

  2. Alles kein Problem mehr!
    Ich hatte vor 8 Jahren Malaria Tertiana und habe es innerhalb von 36 Stunden wegbekommen, war damals noch eine Totur unter der mein Magen zu leiden hatte, aber die Malaria war weg!
    Das Wundermittel heißt MMS, von Jim Humble, dazu gibt es reichlich Information im Internet.
    MMS ist bei mir immer im Haus, weil es für viele Sachen geeignet ist.
    Gruß aus Thailand!

    Gefällt mir

  3. Redet bloss nicht von Malaria-Kranken hier, sonst kommt die Mutter Theresa-Merkel noch auf die Idee diese Kranken auch noch alle nach Deutschland einzuladen. Es ist ihre geniale Umvolkungs-Tränendrüsenwaffe.

    Jim Humbles MMS wirkt super gegen Malaria, aber das Rote Kreuz in Afrika hatte seine Arbeit sabotiert, nachdem das Rote Kreuz das Mittel selbst erfolgreich getestet hatte.

    Die Pharma-Mafia hatte wohl keine so grosse Freude an einem Mittel, das tatsächlich wirkt und fast nichts kostet. Da hat man dann seine Insider-Kontakte spielen lassen.

    Die Unterdrückung solcher Mittel vernichtet Millionen von Menschenleben, die man hätte retten können.

    Die selbe luziferische Elite, die immer behauptet man müsse den armen Afrikanern helfen, indem man sie alle nach Deutschland holt, haben in Afrika solche Heilmittel unterdrückt und somit einen Massenmord zu verantworten.

    Es sind alles Heuchler und elende Lügner. Gott wird ihnen ihre gerechte Strafe schon noch zukommen lassen.

    LEAKED: Proof the Red Cross Cured 154 Malaria Cases with MMS

    This video finally proves that the Red Cross did a field test showing malaria was cured using MMS (sodium chlorite+activating acid producing chlorine dioxide) with a 100% success rate in 154 cases within 24-48 hours. This formerly hidden video was kept from the public for over 5 months until recently discovered.

    Für fast alle Krankheiten gibt es heute Heilmittel, die von den Eliten böswillig unterdrückt werden – und sogar Erfinder und Forscher werden ermordet.

    Gefällt mir

BITTE HIER KOMMENTAR SCHREIBEN

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s