Finanzen

Wild West in einem „schönen“, neuen Zeitalter – Wie Banker Senioren abzocken

Rentnerin abgezockt: Zinsgewinn: 7,44 Euro in sieben Jahren – bei mehr als 200 Euro Kosten

Schrumpfende Zinseinnahmen lassen schonmal die gute Erziehung bei dem einen, oder anderen Banker verblassen.

Was die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt berichtet, lässt dagegen schaudern: Unaufgefordert hatte die Saalesparkasse eine 80-Jährige zum Beratungsgespräch geladen. Das Ergebnis: Die Seniorin kündigte ihren Rentenfonds und bekam einen Bausparvertrag, den sie gar nicht braucht. Ihr Zinsgewinn: 7,44 Euro in sieben Jahren – bei mehr als 200 Euro Kosten.

Kaum zu glauben, was die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt berichtet: Die Saalesparkasse soll eine 80-Jährige Rentnerin zu einem grotesken Deal überredet haben. Die Seniorin hatte zuvor jeden Monat 150 Euro in einen Rentenfonds eingezahlt – eine sichere Sache und genau das, was die Frau wollte.
Eines Tages wurde sie zu einem Beratungsgespräch in der Filiale eingeladen. Dort empfahl ihr die Sparkasse, das Fondsguthaben aufzulösen. Stattdessen verkauften die Berater der 80-Jährigen einen Bausparvertrag mit einer Bausparsumme von 15.000 Euro.
Ganze 7,44 Euro Zinsgewinn – bei mehr als 200 Euro Kosten

Für den Bausparvertrag musste die Dame sofort eine Abschlussgebühr in Höhe von einem Prozent zahlen, also 150 Euro. Zusätzlich fallen während der Sparphase jedes Jahr neun Euro „Vertragsentgelt“ an. Der monatliche Sparbetrag wurde auf 50 Euro festgesetzt. Der Guthabenzins beträgt lediglich 0,05 Prozent.

Nach sieben Jahren hätte die Rentnerin somit 4200 Euro in den Bausparvertrag eingezahlt, der Zinsgewinn würde sich auf ganze 7,44 Euro belaufen, rechnen die Verbraucherschützer vor. Und die Abschlussgebühr von 150 Euro und die jährlichen Vertragsentgelte sind weg!

„Dies zeigt, für wen sich der Abschluss dieses Bausparvertrages wirklich lohnt, für die Seniorin jedenfalls nicht“, kritisieren die Verbraucherschützer.
Doch damit nicht genug! Zusätzlich wurde der Seniorin auch noch ein Aktienfonds angedreht. In den zahlte die Seniorin einmalig 2400 Euro ein, zusätzlich zahlt sie jeden Monat zweimal 50 Euro Sparrate ein.
Neuer Fonds teurer als der alte – und viel zu riskant
Der Ausgabeaufschlag beträgt im neuen Fonds nun 3,75 Prozent, macht jeden Monat 7,50 Euro an Gebühren. Der Rentenfonds verlangte nur ein Prozent und auch die laufenden Kosten des neuen Fonds seien höher als früher, berichtet die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt.

von Focus online

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3 replies »

  1. 0,05 % OMG !!! wenn es keine arme beeinflussbare Rentnerin gewesen wäre würde ich mich kaputtlachen über soviel Naivität. Ich glaube, immer wenn der besagte Berater in Zukunft in einen Spiegel schauen möchte, zerspringt dieser vor Scham 😀

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