Gesellschaft

Dem „Monster“ vom Horbachsee“ geht es heute an den Kragen

Neues vom „Monster“  aus dem Horbachpark: Die Stadt macht heute ernst bei der Suche nach einem oder auch mehreren „Schwanenkükenmördern“ im Ettlinger Horbachsee. Seit geraumer Zeit „fahnden“ die Ettlinger nach dem vermeintlichen „Mörder“ von mehreren Schwanenbabys. Sogar die Rathausspitze will der Sache im wahrsten Sinne des Wortes jetzt auf den Grund gehen. Der See wird nun am 21. Oktober, abgefischt.

See wird am 21. Oktober abgefischt

Laut Bürgermeister Thomas Fedrow wird der See vom 18. bis 20. Oktober systematisch abgelassen, bevor am darauf folgenden Samstag ein angeheuerter Berufsfischer anrückt. „Das wird eine spannende Sache“, sagt der Ettlinger Gartenbauamtsleiter Michael Rindfuß. Auch die für die Hege zuständige Angelsportgemeinschaft (ASG) Ettlingen wird involviert sein. Der eigentlich großteils recht flache Horbachsee werde abgelassen, irgendwann sei aber zusätzliches Pumpen nötig, um den Nachstrom an Wasser durch den Horbach zu „übertrumpfen“. „Das muss alles gut koordiniert sein.“

Fängt Berufsfischer mit Feuerwehr das „Monster“?

In den vergangenen Monaten hatte es Angriffe auf Schwanenküken gegeben. Schnell war die Vermutung laut geworden, dass ein Raubfisch – womöglich ein Wels – dafür verantwortlich sein könnte. Mehrere Monate brodelte die Gerüchteküche – nun soll endlich die Wahrheit ans Licht kommen. Unbenannt

Für die Suchaktion wurde bereits das Seewasser in den vergangenen Tagen zum Teil über Schieber abgeleitet. Außerdem pumpte die Feuerwehr zusätzlich Wasser ab.

Seit Samstagmorgen durchsucht ein Berufsfischer den See. Weil niemand weiß, wie tief der See ist, ist auch unklar, wie lange die Suche dauern könnte. Auch Schnappschildkröten kommen hier als Mörder von Enten -und Schwanen-Küken in Betracht.

„Wir rechnen mit viel Publikum“

Das wäre den Vogelfreunden im Horbachpark, die mittlerweile äußerst zahlreich Anteil am Schicksal der Wasservögel nehmen, sicher nicht so recht. In dieser Woche gab es abends abermals ziemlichen Aufruhr auf dem Parkgelände. „Nach 19 Uhr gab es einen schweren Kampf im See“, berichtet Natur- und Tierfotograf Daniel Kotulla. Augenzeuge Holger Reichert berichtete von aufgeregtem Schnattern der Nilgänse beim Wasserspiel im See, der so genannten „Wasserschlange“.

Aufgeregtes Schnattern der Nilgänse wegen „Monster“

Dann sei Panik unter den Gänsen ausgebrochen, das Weibchen von einem länglichen, etwa 1,50 bis 1,60 Meter großen, bräunlichen Tier unter Wasser gezogen worden. Als die Nilgans dann doch wieder auftauchte, konnte sie zwar flüchten, der Angreifer habe ihr jedoch ein Stück Fleisch herausgebissen. „Der Wels beißt zu wie ein Hai“, sagt Kotulla, der somit sicher mit einem – oder mehreren – Exemplaren dieser Raubfischart im See rechnet. Auch das Nilgans-Männchen sei verletzt worden. Aufregung herrschte im Park. Der Kommunale Ordnungsdienst rückte an und letztlich auch die UNA Tierrettung mit drei Kräften. Letztlich wurden die Gänse allerdings nicht eingefangen, ihr Zustand sei inzwischen auch wieder soweit stabil, so Kotulla.

Quelle: swr /bnn – Fotos: dpa

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7 replies »

  1. Eine sehr gute Werbeaktion für Stadt ! Killer-Monster gehen immer. Besonders wenn sie nette kleine Schwanenbabys killen…..
    Aber es zu interessiert mich auch, was da so gefischt wird !!!! Bleibst du dran ??????

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    • Ein großer Raubfisch ging den Fischern bei der von Hunderten Menschen verfolgten Aktion am Ettlinger Horbachsee nicht ins Netz.

      Berufsfischer Bernd Siegel aus Karlsruhe-Knielingen war nun vor Ort zu Gange und „durchkämmte“ mit fachkundigen Helfern den See.

      In der Stadt gab es nach Aussage von Parkbesuchern kaum noch Parkplätze, zahlreiche Interessierte Menschen waren von außerhalb in die Albstadt gekommen.

      Großes Publikum: Die Abfisch-Aktion auf dem Ettlinger Horbachsee mit Berufsfischer Bernd Siege lockte Hunderte Menschen an.

      Keine Spur von großem Raubfisch im Ettlinger Horbachsee
      21. Oktober 2017

      Ein großer Raubfisch ging den Fischern bei der von Hunderten Menschen verfolgten Aktion am Ettlinger Horbachsee nicht ins Netz. Die Wellen schlugen im übertragenen Sinn dennoch hoch. War es doch das große Finale einer über Monate nicht tot zu kriegenden Diskussion um „Ungeheuer“ oder nicht in dem

      Großes Medieninteresse: Funk und Fernsehen kamen mit Teams nach Ettlingen und interviewten Berufsfischer Bernd Siegel. |

      Berufsfischer Bernd Siegel aus Karlsruhe-Knielingen war nun vor Ort zu Gange und „durchkämmte“ mit fachkundigen Helfern den See. In der Stadt gab es nach Aussage von Parkbesuchern kaum noch Parkplätze, zahlreiche Interessierte Menschen waren von außerhalb in die Albstadt gekommen. Mehrere Schwanenbabys verschwanden vor Monaten spurlos vom See – dies bedeutete den Auftakt der Suche nach einem möglichen Raubfisch.

      Große Karpfen gingen ins Netz – ein größerer Raubfisch kam allerdings nicht zum Vorschein. |

      Rotaugen, Sonnen- und Flussbarsche, kleine Zander, aber auch große Spiegel- und Schuppenkarpfen zwischen 15 und 20 Pfund zogen Siegel und seine Helfer aus dem Wasser. Teils unter Applaus des Publikums angesichts der dicken Brocken. Ein großer Jäger, wie ein im Vorfeld vermuteter Wels, kam nicht ans Tageslicht. „Wäre ein Wels drin, dann gäbe es nicht so viele Rotaugen“, erklärte Siegel. Die wären bevorzugte Beute, bevor sie etwa an junge Schwäne gehen.

      Vielleicht alles nur ein PR Gag für die Stadt ?

      Mehr zur Abfisch-Aktion und weitere Reaktionen darauf in der Montagsausgabe der Badischen Neuesten Nachrichten.
      https://bnn.de/?s=horbachsee

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  2. Das paßt sehr schön zu der Perversen, die einen Hund ,,stillt“.

    Die Vermenschlichung von Tieren ist ein Zeichen der Naturentfremdung und Verstädterung.

    ,,Mord“ ist im Strafgesetzbuch definiert. Biologisch ist ,,Mord“ das Töten von Artgenossen. Die Jungen von Vögel heißen meistens Küken.

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