Finanzen

Amazonas Anrainer Staaten wollen sich Amazon nicht beugen

Gerangel um die Top Level Domain .amazon

Amazonas-Staaten wollen sich Jeff Bezos Amazon nicht beugen

Jeff Bezos, Gründer und Chef des Internet -Gemischtwarenladens „Amazon“ schafft es auch nach diversen Anläufen und Angeboten nicht, die Top-Level-Domain .amazon registrieren zu lassen. Die acht Anrainerstaaten sind nicht amused und wollen nicht verkaufen.

Die Amazonas-Anrainerstaaten beharren auf ihrem Recht, die Bedingungen der Top-Level-Domain .amazon weiterhin selbst bestimmen zu können. Amazonas-5c1be21572888169

Seit einigen Jahren schon, streitet Bezos sich mit den Regierungen von Brasilien, Argentinien und Peru mit Amazon in verschiedenen Gremien der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (Icann)

Amazon hatte bereits vor einigen Jahren die Verwaltung über die Top-Level-Domain .amazon beantragt, bis heute jedoch erfolglos. Die Regierungen der Anrainer hatten Icann aufgefordert, eine Bewerbung von Amazon aus öffentlichem Interesse heraus abzulehnen, berichtet die Journalistin Monika Ermert für Heise. Das zu Icann gehörende Governmental Advisory Committe (Gac) folgt hier der Rechtsauffassung der drei betroffenen Länder.

Registrierung von „Kulturell sensitiven Begriffen“ dürfen nicht registriert werden

Amazon und seine hinzu gerufenen Schlichter argumentiern hingegen, dass eine Zuteilung der generischen TLD den Anrainerstaaten nicht grundsätzlich schaden würde. Man wolle doch alle Bedingungen erfüllen. Amazon wollte  schließlich damit punkten, Bewerbungen für die TLDs .amazonas, .amazonia und .amazonica zu unterstützen. Zusätzlich hatte Amazon versprochen, „kulturell sensitive Begriffe“ der drei Länder nicht als .amazon-Domain zu registrieren zu wollen. Die Länder verweisen allerdings aber auf einen Beschluss der Amazonas-Anrainerorganisation OCTA und bleiben weiterhin bei ihrer ablehnenden Haltung. Mit anderen Worten: sie wollen sich nicht kaufen lassen.

Die peruanische Vertreterin der Icann, Maria Milagros Castanon Seonane, kritisierte Amazon scharf. Sie sagte: „Unternehmen wie Ihres machen was sie wollen. Unternehmen wie Ihres wollen Regierungen und die Bevölkerung, die sie vertreten, einfach nicht respektieren“. Amazon könnte jetzt noch gegen den Beschluss klagen, es bleibt aber unklar, wer nach dem Ende der US-Aufsicht über Icann für eine solche Klage zuständig wäre.

Redaktion

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