Politik

Claudia Roth ermahnt Abgeordnetenkollegen – Ron Regen meint: „Mal die bunten Pillen von Crystal Beck links liegen lassen“

Claudia Roth fordert Bundestagsabgeordnete auf, „öfters mal am Arbeitsplatz zu erscheinen“

 

Ein Gastbeitrag von Ron Regen

Fast wäre die Nachricht an mir vorbei gegangen. Der dümmliche Titel Ich bin die Pro-Demokratie-Claudia muss mich wohl abgeschreckt haben. In Kombination mit Claudia Roths Visage denke ich beim Anblick dieser Story erstmal auch unweigerlich eher an einen neuen Horrorschocker von Stephen King, denn an eine seriöse Nachricht aus dem politischen Berlin.

Und als ich mich dieser Story vor ein paar Tagen mithilfe meiner Maus und dem Schließen-Button meines Browser-Tabs in einem Akt der affektiven Notwehr entledigt hatte, da ist mir doch etwas Wichtiges entgangen.

Auch wenn mich das Bild von Frau Roth jetzt noch gruselt, so habe ich mich schweren Herzens überwunden, den Artikel trotzdem zu lesen (für alle, die Claudia zu sehr triggert: man kann in den meisten Browsern die Anzeige von Bildern auch ausschalten).

Und was soll ich sagen, das ist ja mal hochinteressant.

Die am 24. Oktober frisch gewählte Bundestagsvizepräsidentin Roth fordert doch tatsächlich, dass der Bundestag zukünftig transparenter arbeiten soll:

„Ich halte es für sinnvoll, die Sitzungen der Parlamentsausschüsse künftig öffentlich abzuhalten.“

Natürlich mit dem erklärten Ziel, die böse AfD zu demaskieren, die laut unserer geschätzten Claudia keine wirklichen Vorschläge hat und nur Fundamentalopposition macht.

Da muss man sich mal fragen, was für eine Opposition die Grünen eigentlich die letzten vier Jahre gemacht haben. Man könnte das von unserer geliebten Sonnenblumenpartei Dargebotene vielleicht als Schlafwagenopposition bezeichnen. Oder wie wäre es mit Präsenzopposition? Oder verzichten wir doch einfach mal ganz auf das Wort Opposition, da es in diesem Kontext ohnehin fehl am Platze ist und bezeichnen die Fraktion der Grünen im letzten Bundestag einfach als „Parlamentarische Beobachter“.

Aber lassen wir das Grünen-Bashing mal für einen Moment beiseite. Man kann sich schon fragen, warum erst die AfD kommen muss, damit man sich im Bundestag mal überlegt, wie man transparenter und bürgernäher werden kann. Ist die AfD am Ende vielleicht sogar die „Pro-Demokratie-Partei“, um mal Claudias im aufreibenden und letztlich leider abgebrochenen Studium der Theaterwissenschaften erworbenes profundes sprachliches Können zu bemühen?

Noch besser wird es, als Claudia Roth die Abgeordneten der anderen Fraktionen ermahnt:

Die Kolleginnen und Kollegen werden häufiger im Plenum sein müssen.

Der Grund für diese Aussage ist einfach: Unsere Claudia befürchtet, dass die AfD im Internet Bilder aus dem Plenarsaal des Bundestags verbreitet, in dem die Plätze der AfD alle besetzt sind, während in den Reihen der Konkurrenzfraktionen gähnende Leere herrscht.

Was soll man dazu sagen? Das ist in der Tat eine sehr verlockende Idee. Mit so einem Bild auf der Festplatte, einem Grafikprogramm und ein wenig Kreativität kann man eine ganze Serie von lustigen Meme-Bildern für die Facebook-Seite zaubern. Wer könnte es den Kreativen bei der AfD schon verdenken?

Dabei sollte es doch eigentlich selbstverständlich sein, dass man als Abgeordneter regelmäßig an den Sitzungen des Parlaments teilnimmt. Möchte man böse sein, dann könnte man sich jetzt fragen, wie es wohl um die Arbeitsmoral der Abgeordneten bestellt ist, wenn einer Grünen solche Ermahnungen nötig erscheinen.
Zu guter Letzt fordert jetzt auch Claudia Roth , dass die politische Debatte in Zukunft wieder im Bundestag statt in den Talkshows der Republik stattfinden sollte.

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Unbenannt
Da frage ich mich unweigerlich, warum die Grünen nicht irgendwann in den vergangenen vier Jahren schon auf diese brillianten Ideen gekommen sind.

Einfach abends öfters mal die bunten Pillen von Crystal Beck links liegen lassen, nicht so lange ausschlafen, dafür ab und zu mal im Plenum aufschlagen und die Debatte zurück in den Bundestag holen. So schwer kann das doch nicht sein, wenn man ohnehin ein Bundestagsmandat in der Tasche hat.

Aber vermutlich tue ich den Grünen auch Unrecht und sie hatten sich die letzten vier Jahre nur voller Arbeitseifer in ihre Büros zurückgezogen, wo sie unter größter Anstrengung all die „wirklichen inhaltlichen Vorschläge“ ausgearbeitet und mehrfach durchgerechnet haben, für die sie im ganzen Land so bekannt sind.

Ein Gstbeitrag von Ron Regen

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Kategorien:Politik

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7 replies »

  1. Da erinnere ich mich an einen Fachschulausflug in dem Wintersemester 85/86. Unter anderem wurde eine Bundestagssitzung, damals in Bonn besucht. An diesem Tag waren etliche Abgeodnete, quer durch den BT krank gemeldet, nachweislich mit gelbem Schein, wie sich das für jeden Arbeitnehmer gehört, zumindest wurde das Seitens des damaligen Sitzungsleiters so bekannt gegeben.
    Deshalb wurden einige Tsgesordnungspunkte verschoben, und andere (weniger wichtige) hervorgeholt. Einer dieser weniger wichtigen war eine Diätenerhöhung, die Wahrscheinlichkeit das Abwesende dagegen stimmen war sicher sehr gering!
    Damals, als ziemlich frische Opposition-Partei, stimmten die anwesenden Grünen geschlossen dagegen! Auch wenn der Beigeschmack vorhanden war, müssen es ja doch nehmen wenn es so beschlossen wurde.

    Was ich damit sagen will, auch bei den Grünen gab es mal Zeichen von Charakter, auch wenn diese Grünen von damals in meinen Augen mit denen von heute nichts oder nur sehr wenig gemein haben!

    Gefällt 1 Person

    • Ich gehe mal davon aus, das diese Aussage nicht von ihr stammt, sondern ihr zugeflüsstert wurde. Lieber Franz Maier, dasvwäre weniger gut, denn das könnte ja eine fruchtbare Wirkung haben! Dann lieber sehr trocknes Stroh im Kopp der selben, da wachsen dann noch nicht mal Schimmelpilze…..

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