Fake News

Gebildete lassen sich am besten von Massenmedien manipulieren

„Das sind intellektuelle Idioten: Gerade die gebildeten Menschen lassen sich von medialen Bildern gerne manipulieren“

„Die CNN-Berichte zu Syrien sind fast durchgehend erlogen. Wer im US-Fernsehen die Wahrheit sagt, wird als ‚Putinist‘ abserviert“, so der prominente US-Philosoph, der sich in einem Interview über die Monokultur der westlichen Medien echauffiert und attestiert dabei insbesondere den gebildeten Konsumenten einen „Realitätsverlust“.

Die Massenmedien würden zunehmend als Übel wahrgenommen, denn sie lassen die Menschen „in zwei verschiedenen Welten leben“,

nassim

US- Philosoph Prof. Nassim Taleb (Foto: Reuters)

sagte Taleb in einem Interview mit der russischen Zeitung RBC, der mit seinem Buch, „Der Schwarze Schwan“, 2007 einen Bestseller landen konnte .

Zum Beispiel ist fast alles, was CNN zum Syrien-Konflikt berichtet, Lüge. Ich bekam das selber zu spüren, als ich in Aleppo war: Mit meinen eigenen Augen sah ich ein Bild und in den Nachrichten ein völlig anderes. Wer log eher: meine Augen oder der Fernseher?“

Unter den westlichen Journalisten habe sich eine „intellektuelle Monokultur“ herausgebildet“, so Taleb weiter, der auch Professor an der New York University ist.

Wer sich zur Wahrheit bekennt, werde heute „als Putinist abgestempelt“ und aus den wichtigsten amerikanischen Fernsehkanälen verbannt. Das sei eine Art „Inquisition der Moderne“: Menschen würden abgestraft, wenn ihre Meinung von der offiziellen Darstellung abweiche.

 „Der Verlust des Kontakts zur Realität ist die schlimmste Pathologie unserer Zeit“, sagte Taleb. Anfällig seien vor allem Intellektuelle. „Denn gebildete Leute informieren sich nicht unmittelbar aus der Umwelt, sondern von anderen Leuten — aus Zeitschriften, sozialen Netzwerken.“

Deshalb seien es, entgegen des verbreiteten Stereotyps, nicht die Rednecks, sondern gerade die gebildeten Menschen, die sich von medialen Bildern gerne manipulieren ließen, so Taleb weiter. Er selbst nenne solche Zuschauer „intellektuelle Idioten.“

Redaktion

Nassim Nicholas Taleb ist ein philosophischer Essayist und Forscher in den Bereichen Statistik, Zufall und Epistemologie und ehemaliger Finanzmathematiker. Er arbeitete als Spezialist für komplexe Finanzderivate in mehreren Wall-Street-Unternehmen, bevor er eine zweite Karriere als Wissenschaftler begann und sich mit den Methoden der Berechnung und Interpretation von Zufallsereignissen und dem Umgang mit unvorhergesehenen seltenen, aber mächtigen Ereignissen (von ihm „Schwarze Schwäne“ genannt) beschäftigte. (Wikipedia)

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Kategorien:Fake News, Gesellschaft

20 replies »

  1. Ich ziehe dabei gerne folgenden Vergleich: Heutzutage mit Zeitungslesern darüber diskutieren was in ihrer Zeitung steht ist das Gleiche wie im Mittelalter mit Bibellesern über das was in der Bibel steht diskutieren. Damals wie heute beim entsprechenden Personenkreis festzustellen: mangelnde geistige Flexibilität, der Zeitungsleser von heute ist genau so geistig unflexibel wie der Bibelleser aus dem Mittelalter.

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  2. Das sagt ja schon das Wort Bildung. Wird jemand gebildet, dann wird er geprägt und geformt.
    Da wir unter einer menschenverachtenden Kulturform leben müssen, wird diese den einzelnen aufgedrängt.
    Wie sagt schon das Sprichwort? “ Akademische Grade sind kein Zeichen von Intelligenz, sondern von Anpassungsfähigkeit.“
    wer nicht den gegebenen Märchen und Geschichten folgen kann oder will, der wird keine hören Bildungsgrade erreichen.

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  3. Genau, vor allem die politisch Gebildeten. Morgens Frühstücksfernsehen, dann die Bild. Welt, Faz, Süddeutsche und Spiegel. Nachrichtenten im Radio, Abends dann Tagesschau und Talkshows.
    Sie wissen einfach alles!

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    • Der Medienmarkt ist seit Jahrzehnten für die Manipulation der Bevölkerung bestens gerüstet. Wie schon früher die Bild-Zeitung mit seiner deftigen Ausdrucksweise für den einfachen Arbeiter gegründet würde, so gab es nach dem Krieg auch sehr schnell sein Pendant, das Nachrichtenmagazin „der Spiegel“, der im Gegensatz zur Bild und anderen Boulevard Medien, mit einem „intellektuellen“ Anstrich (die Betonung liegt auf Anstrich) daher kam, um die besser Gebildeten mit seiner „vom Plebs“ absetzenden Artikulation, adäquat zu pudern. Die Zielsetzung, Indoktrination und Erziehung der Bürger wurde und wird auch heute, professionell umgesetzt , und wer niemals hinterfragt, ist hier der medialen Manipulations- wie auch Lügenwelle, seit jeher ausgesetzt.

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  4. @Franz Maier – Im Mittelalter konnte kaum einer Bibel lesen, da es diese quasi nur auf Latein gab. Die deutsche Bibel stand ab dem Erscheinen im 16. Jahrhundert auf dem Index und das aus gutem Grund! Es gibt, wie man sieht, auch geistliche Unflexibilität.

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  5. Ich nenne es VERbildung und Intellektuelle sind fast immer „Tunnelblickidioten“, von Universitäten indoktriniert.
    Da sind aber auffallend wenige darunter die technische Grade abgeschlossen haben – ein etwas wacherer Menschenschlag, da kenne ich etliche privat – die können noch denken.
    Oftmals Lebensunfähige Geschöpfe, siehe die aktuelle Micro-agressions Hysterie in den verunreinigten Staaten.
    Wundert mich das das noch nicht übergeschwappt ist in die deutschen Unis..aber die sind ja noch mit ihrem Gender Unsinn beschäftigt..
    Indoktrination gibt es garantiert schon seit tausenden Jahren.

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  6. Kenne ich nur zu gut und zwar aus der eigenen Familie. Zitat vom Vater, Arzt a.D., als ich ihn mit unangenehmen Punkten zur Einwanderung etc konfrontierte: „Ich bin mit „Die Zeit“ und der „SZ“ b e s t e n s“ informiert, mehr brauche ich nicht.“

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  7. Andreas Popp von der Wissensmanufaktur hat diese Wunderlichkeit schon vor über 5 Jahren erklärt. Die Leute sind nicht „gebildet“, sie haben nur eine höherwertige Ausbildung (aus mit der Bildung). Dies hat nichts mit Bildung im Sinne von Weisheit zu tun. Und wenn man dann noch schaut, was heute als Hochschul“bildung“ vielfach läuft, dann fragt man gleich gar nicht mehr warum „Gebildete“ die dümmsten Idioten sind.

    Formale Bildung ungleich Weisheit
    Längere formale Bildung = mehr linke Indoktrination abbekommen

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    • „Andreas Popp von der Wissensmanufaktur hat diese Wunderlichkeit schon vor über 5 Jahren erklärt“

      … und ich habe das bestimmt schon 20 Jahre vor Popp erklärt.- Übrigens liegt Popp falsch wenn er behauptet Bildung hätte etwas mit Weisheit zu tun. Weisheit erlangt man ausschließlich durch Lebenserfahrung, bzw. dessen praktische Umsetzung. Bildung erlangt man hingegen durch bewusstes Erlernen

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      • Meiner Meinung ist derjenige gebildet, der sich auch vielfältig außerhalb seines Fachgebietes artikulieren kann, der nicht mit Scheuklappen durch die Botanik rennt, der auch selbst denken kann u. nicht nur das Gelernte -gut od. schlecht- auf Knopfdruck nachplappert.

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      • Es ist ja auch nicht das Gleiche, sich etwas zu bilden, eine Meinung, einen Standpunkt, eine Weltanschauung, möglicherweise sogar ein soziales Umfeld, oder sich zu bilden, sein Erscheinen gegenüber anderen zu gestalten. Bildung kann auf beides abzielen. Wem reichlich Bildung zuteil wurde, der ist jedoch eher eingebildet als im Bilde, denn er ist weniger der Bildende als der Gebildete.
        Etwas bilden zu können, beruht auf Können, also der Fähigkeit, auf ein Objekt oder auch sich selbst zielstrebig einzuwirken. Daher kann man sowohl bildungsbefähigt als auch bildungsfähig sein. Wenn beispielsweise ein Niemand aus einem Stein eine Statue bildet, macht sein Werk ihm im Gegenzug zum Bildhauer, ist das Resultat vernichtend, dann eben zum Stümper.
        Gebildet ist, wer prognostizierbare Ergebnisse liefert oder sich zumindest absehbar verhält, wogegen Weisheit darin besteht, das jeweils Richtige zu tun. Der eigentliche Zweck von Bildung besteht somit in der Verblödung, einen Menschen dazu befähigen, falsch oder töricht zu handeln, sonst könnte man ihm ja gleich Weisheit lehren.

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  8. Der brave Sklavenbürger muss stets seine Zeitung lesen, denn er will wissen, was gedacht werden darf, wie die Dinge gesehen werden müssen, damit man auch ja nicht auffällt, damit man nicht aneckt, damit die Karriere nicht gefährdet wird. Die Wahrheit ist ihm egal, was zählt ist angepasst zu sein.

    Gebildete lassen sich am besten von Massenmedien manipulieren, weil Bildung heutzutage eben keine Bildung ist, sondern eine Verbildung, eine Einbildung, eine Form der Indoktrination.

    Das erinnert uns doch sehr an die widerlichen Opportunisten, die im Dritten Reich in der NSDAP waren, natürlich nur wegen der Karriere, und nach dem Krieg in der DDR dann gleich der SED beigetreten sind.

    Die widerwärtigste Form von Mensch ist der angepasste Jasager, schlimmer noch als der überzeugte Marxist.

    Wahre Bildung lehrt uns wie wir logisch denken sollen, falsche Bildung lehrt uns nur, was wir denken sollen.

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    • @saratoga: da ist sehr viel Wahres drin in Ihrem Beitrag. Ich finde das so was von schlimm, dass den meisten Leuten a) kein selbständiges Denken ermöglicht wird und b) sie sich freiwillig der Denkvorschriften der Altparteien, der Altmedien und so fort beugen und meinen sie würden was Gutes dabei tun. Da wird sehr viel mit Psychotricks gearbeitet um die bemitleidenswerten Leser bei der Stange zu halten (=in Angst zu halten). Und ich muss wieder auf das Mittelalter verweisen, damals wurden die Menschen in Angst gehalten von ihren Pfaffen wg. bösem Teufel der sie bestrafen wird sollten sie sich ungebührlich verhalten. Heute kommen doch genau die gleichen erhobenen Zeigefinger aus den Zeitungs- und Rundfunkredaktionen dieser sog. Republik. Und damit werden die braven Zeitungsleser wie im Mittelalter die armen Kirchgänger in Angst und gleichzeitig bei der Stange gehalten. Wer mit Zeitungslesern über Politik spricht ist selbst schuld, ich ignoriere Zeitungsleser seit ein paar Jahren und fahre recht gut damit. Zeitungsleser kennen die Welt wie sie ihre Zeitung vorschreibt, ähnlich der Menschen im Mittelalter die an die Bibel geglaubt haben.

      Das muss schon ein bemitleidenswerter Zustand sein.

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  9. Ich habe das Buch vor etwa sechs Jahren gelesen – es ist völlig überbewertet.
    Was im Artikel falsch definiert ist, ist das Wort Bildung. Bildung ermöglicht Dir ein eigenständiges out of the box Denken. Also eigenes „Wissen schaffen“.
    Was uns fehlt, ist der Mut an unsere eigenen Gedanken zu glauben und diese umzusetzen.

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    • @Fin: das hier finde ich ist ein Klasse Zitat:

      „Bildung ermöglicht Dir ein eigenständiges out of the box Denken. Also eigenes „Wissen schaffen“.“

      Wirklich eine großartige Beschreibung was Bildung eigentlich sein sollte.

      Wenn man sich dann überlegt, dass Geistesgrößen wie Immanuel Kant dieses selbständige Denken einst propagierten und dann sieht wie das heute massiv verhindert wird dank Schulverblödung, Zeitungsenten, Rundfunktourette und so fort, dann ist es wohl bald so weit, dass auch ein Genie wie Immanuel Kant als Rassist hingestellt wird. Um was wollen wir wetten dass da bald so jemand kommt und die Überlegenheit der großen Denker wie Kant, Hegel, Hobbes, Descartes und so weiter in den Dreck zieht, nur weil die weiße Männer waren?

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