NeoFaschismus

Merkel – ein Festival des Selbstgenusses gegen deutsche Interessen

An Merkel kommt keiner vorbei. Ihr Projekt war es, überschätzt zu werden. Das gelang, weil sie schweigend abräumte. Noch in der Wahlnacht versuchte die SPD den Salto rückwärts: Abgewählt – also raus aus der Regierung! Ein Befund, den die Kanzlerin für sich nicht gelten lassen will.

Niemand stellte die Vertrauensfrage. Die deutschen Wähler machten in der Merkeldämmerung einfach mehr Licht.

Ein Festival des Selbstgenusses

Auch der CDU hätte schnell klar sein können: Diese Chefin braucht keine Parteien. Sie schleift die Grenzen zwischen Parteien, die früher Wettbewerber waren. Sie annektiert die Kernbotschaften ihres Regierungspartners SPD, lässt Gesetze umschreiben und Wertversprechen verschrotten. Sie toleriert marktwirtschaftliche Querschläger wie den Mindestlohn. Setzt fast unbemerkt die Wehrpflicht aus, um sie etwas später ganz abzuschaffen, schaltet Atommeiler befristet an und dann schlagartig ab und kegelt dabei ein Dutzend Gesetze vom Tisch.

2015 öffnet Merkel Europas Grenzen und inszeniert ein Festival des Selbstgenusses. Die «Willkommenskultur» wird ein Rausch der Humanitas, dem die Nachbarländer angstvoll und schadenfroh zusehen.

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Angela Merkel posiert mit einem Wirtschaftsmigranten

Gesetzeswerke wie Dublin und Schengen, an denen viele EU Länder als Partner beteiligt sind, werden einfach geschreddert.

Die Bundeskanzlerin ‚Wir mussen die Gewalt von Migranten akzeptieren‘

Die deutsche Energiewirtschaft wird verstaatlicht und nebenbei die Legende geboren, die Deutschen wollten immer mehr Staat. Das Gaukelspiel der Europäischen Zentralbank, die nur noch zum Gelddrucken und Ramschanleihenkauf da ist, sorgt für den Komfort, den Selbsttäuschungen brauchen. Unter «Rettungsschirmen» wird das verschuldete Südeuropa sozusagen kolonialisiert. EU-Delegationen reisen an und stellen klar: Das Vertragsverhältnis ändert sich. Aus Partnern werden Gläubiger und Schuldner. Nationale Finanzrechte wandern in EU-Gewalt. George Soros kommentiert lapidar: «Der Anfang der Spaltung Europas.»

Wer wissen will, wie EU-Europa verlernt hat, an sich selbst zu glauben, wer die tiefere Wahrheit im Ausstieg der britischen Wähler erkennen möchte, der muss auf diese Jahre zurückschauen. Die deutsche Industrie, nicht die Deutschen, profitiert bis heute von der trügerischen Sonne, die Herr Draghi blankputzt, es profitiert von Nullzinsen und lebt – im Gegensatz zu den Südeuropäern, für die er hoffnungslos überbewertet ist – mit einem traumgenau passenden Euro.
Schwere Verwerfungen in der Konsenskultur

Das System Merkel konnte gut anderthalb Jahrzehnte beobachtet werden. Es wurde ziemlich bald klar, dass die Regentin Parteien eigentlich nicht brauchte. Dass sie das Parlament, wo immer möglich, mit strittigen Entscheidungen gar nicht erst befasste. Die Wahl vom 24. September zeigte schwere Verwerfungen in Deutsch­lands Konsenskultur. Die Chefetage in Berlin kümmert sich vor allem darum, die wahren Botschaften des Souveräns, des Wahlbürgers, unlesbar zu machen.

Die Sozialdemokraten wollen es nun besser machen. Raus aus dem Bündnis mit der quasi parteilos regierenden CDU-Chefin. Nur Tage später wurde der U-Turn eingeleitet: zurück ins alte, verlorene Spiel.

Die Merkelopfer einer früheren Ära aber, die Freien Demokraten, haben ihre Atempause nach der Abwahl 2013 brillant verarbeitet. Sie waren dabei, als die «Jamaika-Sondierung» mit den schwerversehrten Schwestern CDU und CSU sowie den Grünen eröffnet wurde. Der politische Ramschladen wollte Jamaika heissen, weil «Schwarz-Gelb-Grün» einfach keine Aura lieferte. Es kam die Stunde der Wahrheit, mit der in der Merkelrepublik niemand rechnete: Die Parteien beherrschen den politischen Disput nicht mehr. Sie haben es verlernt, sich als Wettbewerber zu fühlen, die um beste Lösungen kämpfen, statt nur um faule Kompromisse.

Die Jamaika-Community – diese Diagnose ist bis heute im Lande mit einem Tabu belegt – ist vom Virus der merkelschen Politik befallen. Die Verhandelnden schafften beides nicht mehr: weder Debatte noch Einigung. Nur der Frischeste unter den Teilnehmern, soeben erst aus der ausserparlamentarischen Wildnis zurückgekehrt – Christian Lindner von der FDP –, bemerkte das dramatische Defizit, das Fehlen jeder Vision für Deutschland. «Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren» lautete das Fazit des FDP-Chefs. Jamaika war damit geplatzt.
Deutschland will lieber an der eigenen Fassade arbeiten

Aber Deutschland will seine Lektion nicht lernen. Es will lieber an der eigenen Fassade arbeiten, die Germany draussen so gross erscheinen lässt.

Unter Merkel wurde schlecht umgegangen mit dem demokratischen Parteienstaat. Denn der gehört eigentlich den Bürgern – wie auch Europa den Bürgern gehören sollte. Deutschlands Wirtschaftsboom kann nicht liefern, was die Bürger der Europäischen Union zu Vertrauenspartnern machen könnte: Versprechen halten, Schutz gewähren, Freiheit verteidigen. So etwas gelingt den Mächtigen nur mit Demut.

Die politische Führung nimmt hin, dass sie international überschätzt wird. Im Hinblick auf ihre Werte ist sie ein Scheinriese. Reden ersetzt nicht Handeln. Zu den Toten auf den Fluchtwegen und bei Terroranschlägen in Deutschland zählen auch die Opfer einer illusionären Politik. Doch dieses Land hat das Trauern verlernt.

Ein Kommentar von Gertrud Höhler. Sie ist Unternehmensberaterin und Autorin des Buches «Die Patin. Wie Angela Merkel Deutschland umbaut». Soeben von ihr auf Amazon erschienen: «Demokratie im Sinkflug: Wie sich Angela Merkel und EU-Politiker über geltendes Recht stellen»

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21 replies »

  1. Chapeau, Gaby Kraal ! Merkel und der Selbstgenuss…….- in diesem Artikel ist alles inhaltlich spitzenmäßig. Die Baseler u. NEUE ZÜRICHER schreiben ähnlich zu diesem leidigen Thema. Das Merkel-System hat sich selbst überholt und das Navi ist reparaturbedürftig bzw. steht zur Verschrottung an.

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    • dieses Chapeau dürfte eher Frau Höhler gelten.

      Ein Kommentar von Gertrud Höhler. Sie ist Unternehmensberaterin und Autorin des Buches «Die Patin. Wie Angela Merkel Deutschland umbaut». Soeben von ihr auf Amazon erschienen: «Demokratie im Sinkflug: Wie sich Angela Merkel und EU-Politiker über geltendes Recht stellen»

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  2. Um die Vertrauensfrage an Merkel im Bundestag zu stellen, müsste erst mal eine neue Regierung her. Dann wäre wohl die einzige Fraktion, mit A… in der Hose, die AFD. Alle anderen wären dann für Murksel, weil man aus Prinzip das Hirn ausschaltet.

    Die einzigen die wirklich was zu stande bringenbkönnten wäre die CDU selbst, idealerweise in dem Sie die komplette faule Spitze absprengen, und so behandeln wie man das mit Verbrechern tun sollte! Denn nur so könnten Sie die Basis wieder erreichen.

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  3. Was mich immer wieder sprachlos macht ist das nicht greifbare und trotzdem sehr gut funktionierende Charisma von Politikern und ganz besonders von Merkel.

    Mutti gelingt es , ganz ohne Mutter zu sein, eine gesamte Parteiorganisation ihren selbstgemachten Regeln folgen zu lassen. Mir fallen die Worte eines Parteigranden der CDU ein, welche in etwa signalisierten, wer nicht für Merkel ist, hat hier nichts verloren und könne gleich gehen.

    Ein Minister läßt sich vor laufender Kamera von „seiner“ Kanzlerin eine deutsche Fahne entreissen. Während diese Frau die Fahne mit ekelverzerrtem Gesicht entsorgt, lacht dieser Minister noch dazu! Das Video ist immer noch im Internet auffindbar. Wo auf diesem Planeten ist so etwas auch möglich?
    Ich bin überzeugt, dass nicht einmal in Ländern, deren Präsidenten hierzulande politisch korrekt lediglich als „Machthaber“ tituliert werden eine derartige Szene denkbar wäre.
    Ich wage zu behaupten, dass Herr Kim mit solchem Verhalten umgehend in eines seiner berüchtigten Lager verfrachtet würde.

    War vielleicht die Weiterführung der GroKo schon vor der Wahl beschlossene Sache? Konnte, weil das amtliche Wahlergebnis daneben gegangen war, der nahtlose Übergang nicht in geplanter Weise bewerkstelligt werden und war deshalb dieser Sondierungsnebel nötig? Die Frage nach einem Rücktritt Merkels ist überflüssig. Schon bei ihrer letzten Wiederwahl gab sie vor , nicht die ganze Legislaturperiode bleiben zu wollen.

    Dieses Charisma zieht offensichtlich auch einen Herrn Seehofer in seinen Bann und macht ihn zur Marionette.
    Gerade versuche ich mir einen von Fäden gesteuerten Franz Josef Strauss vorzustellen.
    Was ist es nur?
    Zu gerne möchte ich es wissen.

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    • Vielleicht war einfach die geplante „richtige „Auszählung nicht realisierbar geworden, wegen der OECD Wahlbeobachter im Drittweltland Stasiland. In meinem kleinen Wahlbezirk war ich Zeuge, daß ca. 10 % der für die AFD abgegebenen Stil wohl nur durch meine Anwesenheit ordnungsgemäß für die AFD verbucht wurden.
      Merkel gehört vor ein internationales Strafgericht.

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  4. Was diese Frau seit Jahren bei mir auslöst, dass kann ich nicht in gesitteter Form wiedergeben. Es würde schlichtweg in einer Sammlung von Injurien und Frustrationen enden. Was diese Frau diesem Land angetan hat, das ist ein Skandal allererster ‚Güte‘.

    Unter den Franzosen hätte sie vermutlich anlässlich der Revolution ihren Platz unter der Goullotine gefunden, hier begnügt man sich eher mit ohnmächtiger Wut bzw. der Aussage vom Ekelpaket Schröder: „Sie kann’s nicht!“

    Sie konnte es noch nie, wird es auch niemals und hat dieses Land tiefer in die Kloake geritten als ich es mir bei Kohl schon hätte vorstellen können. Ich kann gar nicht sagen, wie viel Verachtung ich für dieses ‚Weib‘ empfinde. Dumm, unbeholfen, kalt und linkisch, das ist Merkel. Wer das nicht glaubt, mag sie sich mal ohne Ton anschauen.

    Mir braucht keine Feministin mehr kommen mit diesem Geseiere, das Frauen die bessere Politik machen. Dazu hatten ja neben vdL, Schwesig, Barley, Roth, Göring-Eckhardt, Nahles usw.usf. schon genug ‚Damen‘ Zeit, dass Gegenteil zu beweisen. Ganz vorne dabei die Nägelkauerin aus der Uckermark. Erichs beste Freundin …

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    • Danton und Robbespierre schlugen aus celestischen Höhen hart auf dem Pflaster auf. Die Revolution frisst ihre Kinder.
      Mussolini und Hitler endeten durch eine Kugel, Ceaucescu ebenso. Merkel muss für die festgestellten Straftaten ebenfalls die ihr zustehende Bestrafung erhalten.
      Sie weiß das selber. Ihre vierte Amtszeit wird sie noch eine kleine Weile schützen. Aber die gerechte Strafe wird sie ereilen.

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  5. Merkel hat noch nie Politik für den deutschen Bürger gemacht. Merkel interessiert das Wohl des deutschen Bürgers nicht im Geringsten. Merkel interessiert nur eins: Den Auftrag derer zu erfüllen, die von ihr die Destabilisierung Deutschlands und Europas verlangen. Das Lostreten des „Flüchtlings“-Tsunamis durch Merkel ist Teil dieses Auftrags, Deutschland mit MIgranten zu fluten und es in einen zerstörerischen Multikulturalismus zu treiben, der Identität, Kultir und Nation vernichtet.

    „Der Mensch der fernen Zukunft wird Mischling sein. Die heutigen Rassen und Kasten werden der zunehmenden Überwindung von Raum, Zeit und Vorurteil zum Opfer fallen. Die eurasisch-negroide Zukunftsrasse, äußerlich der altägyptischen ähnlich, wird die Vielfalt der Völker durch eine Vielfalt der Persönlichkeiten ersetzen.“

    Diese Vision Coudenhove.Kalergis gilt es umzsetzen. Merklel ist dazu ausersehen, das politisch zu bewerkstelligen. Hinter ihr stehen die transatlantischen „Elite“-Zirkel um Soros und Genossen. Dem Bürger wird das alles vorenthalten und ihm die heile Welt der Angela Merkel vorgegaukelt. Und er fällt immer wieder darauf herein, wenn auch in geringer werdender Zahl. Man kürt Merkel in „Forbes“ zur mächtigsten Frau der Welt, dabei ist sie nur eine simple Befehlsempfängerin zur Vernichtung Deutschlands. Hier läuft ein absurdes Theater ab, von dem die Posse um Jamaika nur ein kleiner Teil ist. Fairerweise muss man erwähnen, dass nicht nur Merkel dieses Spiel mitmacht, sondern das gesamte Polit/Medien-Kartell. Merkel ist die Anführerin. Daher ist auch zu erklären, dass sich das gesamte Kartell unisono auf die AfD stürzt, da diese deren Kreise empfindlich stört.

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    • Wenn sie zum Kartell gehören würde, würde sie wohl kaum solche glasklaren Kritiken ablassen, geschweige denn ganze Bücher voller Kritik verfassen. Einfach mal versuchen den Paranoia-Modus ein wenig herunterzuschalten

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      • Ich erinnere mich noch sehr sehr gut daran, wie diese Frau Höhler die Stasi Merkel in den Anfangsjahren ihrer Kanzlerschaft sehr energisch verteidigt hat. Klar ist es schön wenn so jemand solche kritischen Aussagen tätigt, aber man muss hier klarstellen dass Frau Höhler nicht immer so kritisch gegenüber Merkel und deren Lakaien war.

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  6. Ist euch schon mal aufgefallen, Merkel lacht wirklich nur wenn sie mit ihrer Merkel-Jugend fotografiert wird oder damals als Obama noch relevant war und beide gemeinsam abgebildet wurden.

    Gehts hingegen um Deutschland und seine Bewohner werden die Mundwinkel nach unten gezogen oder es gibt ein hämisches Lachen. Oder die Fahne wird gleich weggeworfen mit tadelndem Blick.

    Diese Frau wäre in einer geschlossenen Einrichtung weitaus besser aufgehoben. Mehr Hass auf das Land das sie regiert geht nicht.

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