Technik

Deutsche Astronautin ausgebootet?

Noch im Sommer war die 31-Jährige Kölnerin Nicola Baumann euphorisch und wurde unter mehr als 400 qualifizierten Mitstreitern ausgewählt, als erste deutsche Frau ins All zu fliegen.

Jetzt kam aber überraschend das Aus, …der Traum vom Weltall wie eine Seifenblase zerplatzt. Nicola Baumann (31) wird nicht wie geplant im Jahr 2020 die Raumstation ISS bereichern können oder wollen,  – sie ist zumindest nach eigenen Worten – „aus dem Programm ausgestiegen.“

Dabei war sie unter hunderten hochqualifizierten Bewerben ausgewählt, hatte zuvor monatelange Eingnungstest bestanden und trotz Ausstieg betont sie heute: „Ich will trotzdem noch in den Weltraum!“

Das Boulevardblatt „Express“ fing Nicola Baumann im Zug ab und konnte der Bundeswehr Majorin in einem Interview ein paar Antworten entlocken. Die Kampfpilotin machte auf die Journalisten dabei einen eher entspannten Eindruck. Keine Spur von Frust oder Enttäuschung: 

„Ja, es stimmt ich bin aus dem Projekt ausgestiegen, es war einfach nicht der richtige Weg für mich“, sagt sie.

Gab es möglicherweise Streit mit einer ihrer Mitbewerberin und wohl auch Konkurrentin um das Ticket ins All, z.B. Insa Thiele-Eich? 

Unbenannt

Nicola Baumann – gönnt ihr jemand nicht den Flug in’s All?

Beide gingen als qualifizierte Sieger aus den vielen Bewerbern hervor, aber nur eine Frau wird berechtigt, sich für das Jahr 2020 ein Platz in der Rakete zur ISS zu sichern.

Konkrete Hintergründe für den plötzlichen Ausstieg  war Baumann aber nicht gewillt zu benennen,  „Aus freundschaftlicher Verbundenheit mit dem Team, so sagt sie und es hat einfach nicht gepasst. Die Initiative und ich passen nicht zusammen. Dennoch will ich natürlich weiter unbedingt ins All,“ so ihre Worte, die für manch Beobachter nicht so recht zusammenpassen wollen.

Was war nur vorgefallen, „Zickenkrieg“?

Alles schwer nachzuvollziehen, insbesondere wenn man sich selbst als Außenstehender überlegt, was so ein Bewerbungs-Marathon an Aufwand und Energie für diese Mission bedeutet und für die es keine Tickets, auch nicht für Qualifizierte, wie am Fließband gibt.

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Verzichtet Bundeswehr Major Nicola Baumann auf ihr Ticket ins All freiwillig?

Baumann bestand diverse medizinisch-psychologische Eignungstests, absolvierte Physik- und Theorie-Lektionen, musste stundenlang komplizierte Tests lösen und bestand natürlich auch die bekannten Parabelflüge, mit denen die Schwerelosigkeit geübt wird. Ziel für dieses Auswahlverfahren ist es dabei, die richtige Kandidatin, mental, wie auch physisch für die Initiative „Die Astronautin“ zu finden, mit der die European Space Agency (ESA) 2020 die erste deutsche Frau in den Weltraum  schicken will. 

„Das kam überraschend“, meinte lapidar die Gründerin der Initiative „Die Astronautin“, Claudia Kessler. Doch als einen Rückschlag möchte auch sie es nicht verstehen. „Die ersten sechs Monate waren als eine Art Probezeit gedacht.“ 

Jetzt rückt halt eine andere Kandidatin nach. So schnell geht das, …fast so wie bei einer Miss Wahl, wo sich schöne Frauen um ihren Platz auf der Bühne drängeln. Eine bildhübsche Frau ist auch Nicola Baumann und hoffentlich war es nicht dieser „klitzekleine Umstand“ und das ausschlaggebende Merkmal, ihr hier nicht den Zuschlag  für das Ticket zur ISS zu geben. Wenn nicht jetzt, wann dann, fragen wir? „Das weiß ich nicht, jetzt fliege ich erst mal weiter Eurofighter, so Baumann und die Bundeswehr hat jetzt einen guten Major zurück“, lacht sie. Ihre männlichen Kameraden wird’s freuen und die Initiative will schon im Januar ihre neue Astronautin präsentieren. Wir lassen uns überraschen…

Redaktion

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15 replies »

      • Das macht die Spekulation doch grade zur Spekulation, dass man noch keine genauen Kenntnisse hat und dennoch Überlegungen anstellt. Und so ernst ist das Thema ja sowieso nicht, dass man nicht ein wenig albern werden könnte… Aber an der Rechtschreibung sollte noch gearbeitet werden. In einem kurzen Satz drei Fehler sind kein gutes Vorbild für Einwanderungswillige… ;)

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      • Danke Frau Kraal,
        Habe mal wieder etwas gelernt:
        Als altgedienter Obergefreiter der Reserve war ich seit Einführung weiblicher Militärs immer der Meinung,
        das Femininum des Majors sei die Majonaise.
        Wie man sich doch irren kann.
        Nichts für ungut.
        Schöne Feiertage.

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  1. Vermutlich hat sie irgendwann, irgendwo mal eine nicht politisch korrekte Antwort gegeben, (Wie Eva Herman bei Kerner z.B., der Beispiele gibt es viele)
    Oder ihr Auftraten war einigen . . . gem. Zeitgeist zu Sexistisch – zu hübsch, zu weiblich.
    Oder in ihrem Umfeld gibt es eine Person . . . Sippenhaft soll es ja auch wieder geben.

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    • Genau. Heute ist gefragt in gewissen Kreisen, dass Frau zwanzig Kilo Übergewicht hat, grüne Haare, zehn Piercings im Gesicht, einen Sticker mit FCKAFD auf der Jacke und sich noch nicht ganz sicher ist, ob sie auf Frauen, Männer oder Bi-Sexuelle steht…. Das sollten wir dem Weltall nicht zumuten;)

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      • Ja, so ähnlich zu meinen Zeiten als OGFR:
        Die Weiber der Mannschaften,
        Die Frauen der Unteroffiziere ( mit und ohne Portopeé ) und
        die Damen der Herren Offiziere. ( Einladungen zu diversen Festivitäten der BW )
        ´

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  2. Carsten Steinmeier

    Sowohl als auch. Der Duden spricht hier von der „Majorin“ als weibliche Form des Majors und diese findet sich bei der Heilsarmee wieder, wie auch im Militär. Der Duden meint nicht das „Frau“ , dann beides auf einmal ist. Das mit dem Hauptmann ist aber interessant. Ich weiß auch nicht ob es dann „Hauptfrau“ heisst, wäre auch widersinnig, weil das eher eine Begriff war, der zu Kolonialzeiten übluch war.Damit hatten die Europäer und Amerikaner die Häuptingsfrau bei den Negern verstanden. Die Musel sprechen ja auch von Haupt und Zweitfrau, das ist wohl auch der Grund, warum sich hier der Duden bedeckt hält. Sonst würde ja auch die Verlogenheit und Doppemoral der bunten Guntmenschen sofort auffallen.Ich denke es wird bei der BUndeswehr „Frau Hauptmann“ lauten, lasse mich aber gerne eines besseren belehren

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