Finanzen

87 Millionen Datensätze verschoben – Facebook-Chef zum Rapport im US-Kongress

Druck auf Zuckerberg wächst und die Facebook Aktien fallen

Der jüngste Facebook-Datenskandal ist beispiellos. Bis zu 87 Millionen Mitgliedern sollen Opfer des größten Datenklaus aller Zeiten sein. Die für Facebook arbeitende Analyse-Firma Cambridge Analytica hat die Daten der Nutzer ungerechtfertigt verarbeitet und verkauft. Aus Deutschland sollen nach offiziellen Angaben an die 310.000 Nutzer betroffen sein, gab Facebook am Mittwoch zerknischt zu.

Mark Zuckerberg Facebook

Der Datenklau ist jetzt schon deutlich größer, als vorerst zugegeben. Cambridge Analytica spielt den Skandal weiterhin herunter und erklärte unterdessen, man habe von einem App-Entwickler „nur“ Datensätze von bis zu 30 Millionen Nutzern erhalten. Das man hier Diebstahl und Mißbrauch von User-Daten schönredet, gefällt US-Datenschützern überhaupt nicht. So wird Facebook CEO, Mark Zuckerberg, sich vor dem US-Kongress nächste Woche verantworten müssen. Der als medienscheue bekannte Zuckerberg, hat unterdessen zahlreiche Interviews geben müssen und diskutierte am heutigen Mittwoch über eine Stunde lang mit diversen Journalisten. Sheryl Sandberg, seit 2008 technische Geschäftsführerin bei Facebook, (COO) ist dieser Tage überall im Fernsehen zu sehen, und das Unternehmen schwemmt vorsichtshalber die Email Eingänge von Medienvertretern mit (wiedereinmal) ganz neuen, datenschutzorientierten Änderungen, womit Facebook diesem Skandal begegnen möchte.

Was ist jetzt wichtig: Mit dem Ausrollen von Datenschutz-Updates und Interviews ihrer apologetischen Führungskräfte, versucht Facebookchef, Mark Zuckerberg Informationen bereitzuhalten, die ihn vor vielen unbequemen Fragen von Journalisten und im Kongress selbst, retten sollen. Die Atmosphäre ist aufgeheizt, das weiß Zuckerberg nur zu gut und es drohen gar Strafen in schwindelerregender Höhe. Von bis zu 2 Billionen US-Dollar Entschädigungsleistungen ist die Rede. Eine Summe die Mark Zuckerberg und sein Facebook Imperium ins Daten-Nirvana beamen würde, sollte der Super-Gau entreten. Die aktuellen Enthüllungen über das ganze Ausmaß um den Facebook-Skandal, gibt den vielen Kritikern auf dem Capitol Hill zusätzlich Nahrung für ihre Anklage.

Facebook wird mit weiteren Enthüllungen und Vorwürfen konfrontiert werden und Zuckerberg wird im Zeugenstand – zu dem er gezwungen werden kann -viel Arbeit haben, den Schaden zu begrenzen. Die Zahl der 87 Millionen missbrauchten Userdaten soll nach Gerüchten möglicherweise nach anwachsen und das Daten -Fiasko von Facebook und Cambridge Analytica letztendlich komplett machen.

 

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6 replies »

  1. Ja doch, das ist ja alles schon klar. Aber was hierbei doch wirklich wichtig wäre, ist, WER hat es angeleiert ?
    Ein Unternehmen wie Facebook, würde niemals zufällig, in solch ungeahnt fulminante Skandale verwickelt und anschließend gestürzt.
    Die Amerikaner und Europäer hätten kein Interesse daran, Russland eher auch nicht, aber China traue ich einen solchen Coup zu. Unterschätze mir niemand die Chinesen !

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  2. Selbst schuld; die sollen den Laden dicht machen! Man denke auch an den kleinen Heiko und seine Aktion und die Trupps der sog. Löscher bzw. A.schlöcher !

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  3. Dieser kleine, hässliche Pisser hat sich jetzt 4 Häuser gekauft, um seine Privatsphäre zu schützen.

    Realsatire ist immer noch das, über das man am besten lachen kann.

    „Keine lästigen Nachbarn
    Mark Zuckerberg kaufte 4 Häuser für 30 Millionen Dollar, um Privatsphäre zu schützen“ (Quelle: Finanzen100 Punkt D E )

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  4. Was das Fotzenbuch angeht, werde ich tagtäglich in meiner These bestätigt: Wer sich da freiwillig einen Account erstellt hat und jetzt herumjammert, ist selbst schuld. Für mich war von Anfang an klar, wo Sachen wie Fotzenbuch und Co hinführen und habe deshalb bereits vor rund 20 Jahren gesehen wie und v.a. dass damit die Daten der Nutzer missbraucht werden und mich daher bereits damals entsprechend verhalten.

    Klar kann man von Lemmingen keine Weitsicht erwarten. Nichtsdestotrotz bin ich mal wieder äußerst stolz auf mich selbst für meinen überragenden Weitblick. Ich sollte dieses Talent irgendwie vermarkten, Bedarf gibts ja mehr als genug.

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