Finanzen

Facebook: Das Geschäftsmodell ist das eigentliche Problem

Zuckerberg heute und morgen als Zeuge vor US-Kongress geladen

„Er hat nicht einfach Milch auf dem Frühstückstisch verschüttet.“ Senator Richard Blumenthal aus Connecticut gegenüber dem „Wall Street Journal“.

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Mark Zuckerberg muss sich im Facebook-Datenskandal Fragen im US-Kongress gefallen lassen. Foto: J. Scott Applewhite/AP © J. Scott Applewhite

Mit dem jüngsten Datenskandal bei Facebook, bleibt Konzernchef Mark Zuckerberg nichts anderes übrig und räumt mit weiteren Eingeständnissen schwerer Fehler in seiner ersten Anhörung im US-Kongress ein.

Das größte Online-Netzwerk war sich des Ausmaßes seiner Verantwortung nicht bewusst, so der 33-Jährige CEO in einer zuvor veröffentlichten Stellungnahme für einen Ausschuss des US-Abgeordnetenhaus. „Es war mein Fehler und das tut mir leid“, schrieb Zuckerberg. „Ich habe Facebook gegründet, ich führe das Unternehmen und trage somit die Verantwortung dafür, was hier passiert.

Mit seinen Worten, „der Schutz der Nutzer sei wichtiger als die Maximierung der Gewinne“, versucht Zuckerberg den Anschuldigungen im Kongress den Wind aus den Segeln zu nehmen und die gutgläubigen Facebook User zu besänftigen.

Zuckerberg stellt sich heute und Mittwoch den unbequemen Fragen im US-Kongress. Nach Berichten von SKB News ist er als Zeuge bei einer gemeinsamen Sitzung des Rechts- und des Handelsausschusses im Senat geladen , ab 20.15 Uhr MESZ am Dienstag. Am morgigen Mittwoch wird eine weitere Befragung erfolgen. Am Montag zeigte er sich etstmals im Kongress und führte vorab diverse Gespräche mit einflussreichen US-Abgeordneten.

Der jüngste Facebook-Datenskandal ist beispiellos, schreibt SKB News. Bis zu 87 Millionen Mitgliedern sollen Opfer des größten Datenklaus aller Zeiten sein. Die für Facebook arbeitende Analyse-Firma Cambridge Analytica hat die Daten der Nutzer ungerechtfertigt verarbeitet und verkauft. Aus Deutschland sollen nach offiziellen Angaben an die 310.000 Nutzer betroffen sein, gab Facebook am Mittwoch zerknischt zu.

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12 replies »

  1. Die kochen alle nur mit Wasser; früher oder später erfolgt durch Hochnäsigkeit und Tricksereien die verdiente Bruchlandung! Konten bei FB löschen, fertig.

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  2. zuckerberg ist jude. die dürfen sich einmal einen fehler erlauben, also wird dem nichts aber auch gar nichts passieren!!
    er kommt da ohne eine schramme raus!

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  3. Alles taktische Spielchen, um von größeren Skandalen abzulenken.
    U.a., dass staatliche Stellen noch viel mehr Daten extrahieren und
    sammeln. Außerdem ist niemand verpflichtet, Facebook zu nutzten.

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  4. Mein Mitleid gegenüber den betroffenen Deutschen hält sich in Grenzen.. Das ist alles nicht neu. Jeder weiß das. Und wer trotzdem einen Account bei fb hat trägt das mit.
    Denn damit hat er das Unternehmen erst groß gemacht. Und Große missbrauchen ihre Macht nun mal.
    Viel mehr sorgen mache ich mir über die Folgen – damit bezweckt man doch etwas.
    Die Empörung ist also gewollt

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  5. Die Facebook-Nutzer arbeiten freiwillig im Zuckerberg-Werk und wissen nicht, dass sie das Produkt sind. Man könnte dieses Geschäftsmodell eine vordergründig zwanglose Offenlegung der Privat- und Berufsphäre nennen, doch die Rechnung kommt doppelt und dreifach zurück – garantiert!

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    • fb mag vielleicht als Plattform für zwanglosen Austausch
      taugen.Vordergründig unverfängliche Aufmachung und
      Inhalte, geben die Nutzer freiwillig und ohne Spezialisten
      für Verhörtechniken mehr von sich preis als sie ahnen.
      Stasi 3.0 und das für lau frei Haus, einfach paradiesisch !

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  6. Jeder der Fotzenbuch freiwillig nutzt ist in meinen Augen selbst daran schuld. Ich geh sogar so weit zu sagen, wer einen Account beim Fotzenbuch hat = Lemming. Ich habe diesen Dreck noch nie benutzt und werde auch in Zukunft darauf verzichten, es interessiert mich nicht und ich brauche es nicht.

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